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Und wenn es wahr wäre? Was, wenn Arthur wirklich der Einzige wäre, der Laurens Geheimnis teilen kann, sie sehen und hören kann – sie, die niemand mehr hört oder sieht? Als Arthur Lauren in seinem Schrank entdeckt, glaubt er zuerst an einen dummen Scherz, doch bald findet er die aufdringliche Frau, die erscheint und verschwindet, wie es ihr beliebt, ziemlich amüsant. Und irgendwann kann er sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. (Klappentext)

Eigentlich hatte sich Lauren auf ihre wenigen freien Tage gefreut, doch als sie auf dem Weg in den Urlaub einen schweren Autounfall hat, ändert sich ihr Leben schlagartig. Eigentlich tot schafft es ein fanatischer Rettungssanitäter, sie wider Erwarten ins Leben zurückzuholen. Lauren fällt ins Koma. Ein halbes Jahr später wird ihre Wohnung an einen Architekten, Arthur, vermietet. Als dieser eines abends Laurens Geist in seinem Badezimmerschrank auffindet und sie ihm die wahnwitzige Geschichte ihres „Lebens“ erzählt kann er ihr erst nicht glauben. Erst nachdem er sie im Krankenhaus mit eigenen Augen sieht fängt er an ihr zu vertrauen und Pläne zu schmieden. Gegen ihren Willen recherchiert er wochenlang über das Thema Koma und Komapatienten, um einen Weg zu finden, sie zu retten. Als jedoch die lebenserhaltenden Geräte abgeschaltet werden sollen, setzt er seine eigene Freiheit aufs Spiel und entführt ihren Körper aus dem Krankenhaus.

Einfach geschrieben besitzt das Buch eine emotional hochgradige Geschichte mit lebendigen Charakteren, die vor allem ihre Standpunkte, Ansichten und Einstellungen wohl vertreten. Zumal es recht schlüssige Einstellungen sind, die teilweise heutzutage selten geworden sind. Arthur zum Beispiel, der eine spezielle Bindung zu seiner Mutter, die viel zu früh verstorben ist, hatte, wurde beigebracht, dass er sich an allem erfreuen soll. Dass alles einen Grund hat. Und dass er genießen soll. Nicht alles als selbstverständlich hinnehmen. Den Geruch des Kaffees einzuatmen, bevor man ihn trinkt beispielsweise.

Dazu kommt die Beschäftigung mit diversen Themen im Bereich der Medizin, vor allem dem Koma. Immer wieder werden Arthurs Ergebnisse zusammengetragen und einige Informationen daraus weitergegeben wie zum Beispiel die Chancen eines Aufwachens, de verschiedenen Stufen, in denen Komapatienten in ihrer Situation eingestuft werden können etc.

Meiner Meinung nach eine unheimlich rührende Liebesgeschichte zwischen einem „Geist“ [ich weiß nicht genau, wie man das nennen soll – tot ist sie ja nicht, aber ein anderes Wort fällt mir nicht wirklich ein] und einem Menschen, die viel moralischen und emotionalen Inhalt besitzt. Es regt zum Nachdenken an, man verleibt sich die Einstellungen der Personen teilweise selbst ein. Nimmt sie in sich auf und versucht einen Anschluss daran zu finden.

Auf jeden Fall hat mir das Buch eines gezeigt und klar gemacht, nämlich, dass man, wenn man wirklich ganz fest daran glaubt, alles erreichen kann, egal wie verrückt es eigentlich ist. Für sie hat er alles getan, hat seine Freiheit aufs Spiel gesetzt und alles hinter sich gelassen. Und das finde ich beeindruckend. Ein Satz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:

Wie oft werde ich die Chance haben, etwas wirklich Wichtiges zu tun?“

Das selbstlose Handeln Arthurs sollte für jeden ein Beispiel sein, dass alles Möglich ist. Durch sein Handeln hat er einem Menschen das Leben gerettet ohne darüber nachzudenken was für Folgen seine Taten haben könnten.

Meine Moral, die ich aus dem Buch für mich selbst mitnehme ist die Folgende: Gib nie die Hoffnung auf, denn man kann nie wissen was einen am nächsten Tag erwartet.

Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutierst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der “Illuminati”. Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des Kernforschers wurde Antimaterie entwendet. (Klappentext)

 

Als Robert Langdon eines nachts einen mysteriösen Anruf erhält ahnt er noch nicht was das für Folgen nach sich ziehen würde. Seine anfängliche Skepsis gegenüber dem Anrufer weicht erst nachdem er ein Fax in den Händen hält. Auf dem zugestellten Bild: ein ermordeter Mann mit einem gewaltigen eingebrannten Ambigramm auf der Brust.  Übermüdet tritt er die Reise in die Schweiz an, wo er zuerst den Chef einer großen wissenschaftlichen Institution und später die Tochter des Ermordeten antrifft. Die Ereignisse überschlagen sich und wenig später findet sich Robert Langdon in der Vatikanstadt wieder wo gerade die Wahl des neuen Papstes eingeläutet wird. Veschwundene Kardinäle, die Rückkehr der Illuminati und die versteckte Antimaterie machen Robert und Vittoria das Leben schwer und die Suche nach dem “Weg der Erleuchtung” beginnt.

 

Eine bemerkenswerte Verknüpfung von Religion und Wissenschaft, die einerseits in einen harten Kontrast zueinander gestellt und andererseits doch irgendwie miteinander verbunden werden. Allein die Altare der Wissenschaft, die sich in oder zumindest vor Kirchen befinden machen diese Verbindung deutlich. Zwar wird immer wieder behauptet, dass Wissenschaft und Kirche nie zueinanderfinden könnten, doch wird hier dargestellt, dass es durchaus Wissenschaftler gibt, die eine Brücke schlagen wollen und umgekehrt. Dass beides sich ergänzen könnte statt sich abzustoßen.

Es werden diverse Ansprüche und Ansichten in dem Buch geltend gemacht. Auf der Seite der Wissenschaft erhält man Einblicke in die Forschung zur Antimaterie und diversen anderen Bereichen. Man kann also sogar durchaus etwas lernen. Auf der Seite der Kirche wird die Meinung einiger religiöser Menschen dargelegt, wobei hier auch der Untergang der Kirche und der Menschheit mit der Wissenschaft angesprochen wird. Besonders die Rede des Camerlengo vor den Kardinälen (und der anwesenden Presse) hat hier eine bestimmte Tragweite.

 

Ich hab das Buch ja jetzt nicht zum ersten Mal gelesen. Zum einen habe ich Teile des Hörbuchs gehört und zum anderen habe ich mich schon einmal durch die hier 686 Seiten geschmökert, wobei ich gar nicht mehr weiß, wie lang das inzwischen her ist. Ich war erstaunt, wie viel eigentlich nicht hängen geblieben ist. Trotz der vorherigen Lektüre sind mir diverse Dinge entfallen oder entgangen und ich bin froh, dass ich es wieder gelesen habe. Die Story ist einfach genial. Die Arbeit mit verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven macht es spannender, zumal man eben wirklich unterschiedliche Einblicke bekommt. In teilweise kürzesten Absätzen werden Gedanken von unterschiedlichen Personen wiedergegeben.

Ich muss sagen. Das Buch ist es sowas von wert gelesen zu werden. Nur wenige Stellen sind eigentlich wirklich vorhersehbar und es gibt diverse “WTF”-Momente, in denen man sich eigentlich fragt was zur Hölle eigentlich gerade passiert ist. Bzw. passieren wird. Zwar haben sich bei mir immer wieder Erinnerungsfetzen eingeschleust, aber letztendlich haben doch gravierende Teile gefehlt, die ich jetzt (wieder) verinnerlichen konnte.

Auf jeden Fall ein super Buch. Genial geschrieben, wenn auch ab und an ein bisschen kompliziert (okay, kann ja nicht jeder ne 0-Punkte-Kandidatin in Physik sein, ich gebs ja zu!). Hammer Story. Lebendige Figuren. Brillianter Autor. Lesen lohnt sich!

Die beiden irischstämmigen Brüder Conor und Murphy McManus töten am St. Patrick’s Day in Notwehr zwei Mitglieder der russischen Mafia und werden so über Nacht zu „Heiligen“ in ihrem Viertel. Der Blutige Pfad Gottes zeigt ihren tief religiösen Rachefeldzug gegen das organisierte Verbrechen in Boston, bei dem sie auch auf interessante Verbündete stoßen.

 

Boston.
An St. Patrick’s Day werden zwei Mitglieder der russischen Mafia getötet, die zuvor eine Bar schließen lassen wollten. Ein Agent des FBI rekonstruiert den Fall und kann die Verantwortlichen schnappen – die Brüder McManus, die allerdings wegen Verdacht auf Notwehr wieder laufen gelassen werden. Wenig später werden neun weitere Mafiosi tot aufgefunden, einer von ihnen explizit hingerichtet. Weitere Morde geschehen, immer handelt es sich um Kriminelle. Der Agent steht vor einem Rätsel, bis er an einem der Tatorte einen Finger, der einem weiteren Angehörigen der Truppe abgeschossen wurde, findet und so dessen Identität feststellen kann. Nach einer flüssigen Nacht kehrt der Agent in einer Kirche ein, wo sich auch die Gebrüder und ihr Kumpane aufhielten. Dort erhält der Agent die Erkenntnis, dass er ihnen helfen möchte, weil er deren Sache für das Richtige empfindet und Dank der Aussage des Priesters Gottes Stimme in seiner Seele entdeckt. Die Brüder nehmen Kontakt zu ihm auf und teilen ihm ihren neuesten Plan mit: die Stürmung der Villa des italienischen Mafiabosses. In eine Falle geraten werden die drei gefasst und ihr Kumpane getötet. Mit Hilfe des Agents, der als Frau verkleidet auftaucht, können sie die Mafiosi niederstrecken. Der Duke, der auf die Truppe angesetzt wurde und der dem Kumane zuvor den Finger abgeschossen hatte, stellt sich dabei als Vater der Brüder heraus. Zusammen stürmen sie einige Monate später eine Gerichtsverhandlung des Mafiabosses und zeigen sich der Öffentlichkeit als Diener der Gerechtigkeit. Mit Hilfe der Polizei richten sie den Mafiaboss vor den Augen der Presse und der Zuschauer hin.

 

Die ganze Geschichte ist nicht chronologisch aufgebaut. Stattdessen arbeitet sie mit Flashbacks. Es wird die Ausgangslage dargestellt, das Endresultat, bei dem der Agent ermittelt. Erst dann wird der eigentliche Tathergang aufgezeigt – teilweise in Verbindung mit den Ermittlungen.

Der Agent ist ein komischer Kauz. Anfangs stellt er die Tatabfolge mit Hilfe von klassischer Musik zusammen, dirigiert, läuft in der Gegend herum und gibt richtig wieder, wie es vonstatten gegangen sein muss. Er ist unheimlich von sich selbst überzeugt, die Coolness in Person. Die Polizisten vor Ort stellt er als komplette Vollidioten dar, die sie eigentlich auch sind. Vor allem auf einen hat er es besonders abgesehen. Im Laufe des Filmes wird er beinahe wahnsinnig. Er kann die Situationen nicht mehr richtig rekonstruieren, stellt Fehlvermutungen an und weiß nicht mehr was er denken soll.

Der Film ist durchgängig spirituell angehaucht. Die Grundeinstellung der Brüder. Ihre Aussagen. Teile ihrer Handlungsweise. Beispielsweise legen sie ihren Opfern zu Teilen und ihrem Kumpanen Geldstücke auf die Augen – Geld, um sicher auf die andere Seite gelangen zu können.

 

Ich weiß nicht genau, was ich von dem Film halten soll. Die Aussage ist bestimmt nicht schlecht. „Böser Mensch. Toter Mensch“. Auf eine brutale Art und Weise wird Selbstjustiz und damit Gerechtigkeit verübt. Die Flashbacks machen etwas besonderes aus dem Film, da diese eben nicht immer und überall verwendet werden. Die Art und Weise wie der Film gemacht ist… Man muss mit zwar nicht sinnfreiem, aber trotzdem starkes Geballer klarkommen und nichts gegen Gewalt einzuwenden haben. Der Film ist von 1999 und entsprechend schon ein kleines bisschen älter (wenn man 13 Jahre ein bisschen älter nennen kann). Demnach sind die Effekte und alles weitere noch nicht sonderlich ausgefeilt.

Diverse Stellen mit Stil (der Duke zum Beispiel ist wahnsinnig stilvoll), einige dumme Sprüche, aber vor allem eine einigermaßen anständige Grundaussage machen den Film anschaubar. Manche mögen ihn „Kult-Film“ nennen und man kann ihm diesen Namen bestimmt zuordnen. Dennoch – es bringt niemanden um, wenn man den Film nicht gesehen hat.

Nachdem ich mein letztes Buch unterwegs fertiggelesen hatte und somit beschäftigungslos in die S-Bahn gestiegen wäre (ja – die Zeit kann einem ewig vorkommen, wenn man nur aus der Fensterscheibe nach draußen sieht), fragte ich meine Mutter, ob ich mir ein Buch von ihr ausleihen könne. Dabei hat sie mir dieses in die Hand gedrückt.

Alice Petersons “Engelspfade” war das Ergebnis der Weihnachtsgeschenksuche zu Weihnachten 2010 für meine Mutter und sie war gnadenlos begeistert davon gewesen, also: warum sollte ich es nicht lesen? Also hat sie es mir in die Hand gedrückt und ich habe angefangen…

Cass war eine junge Frau, als sie nach einer Diskussion mit ihrer Mutter eilig die Wohnung verließ und auf dem Weg das Unglück sie ereilte: Sie hatte einen Autounfall und war seitdem querschnittsgelähmt. In der Klinik lernt sie zwei Menschen kennen, die das gleiche Schicksal ereilt hat – sie werden beste Freunde. Doch so wirklich konnte Cass sich nie mit ihrer Situation abfinden: sie sollte nicht mehr reiten, nicht mehr rennen… Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist angespannt. Doch eines Tages soll eine gemeinsame Fahrt ins Ungewisse ihr Leben für immer verändern.

Die ersten Kapitel sind im Wechsel geschrieben: ein Kapitel Gegenwart, ein Kapitel Vergangenheit. Bei den ersten Seiten weiß man noch nicht wirklich was eigentlich passiert ist. Was ist mit ihr los? Man kann es nicht ganz nachvollziehen und braucht erst ein bisschen Anlaufzeit, um zu verstehen was ist. Man weiß, dass sie ihm Rollstuhl sitzt, aber nicht wieso. Das wird aber nach und nach aufgeklärt und danach ist es einfacher nachzuvollziehen. Nach ein paar Kapiteln wird es chronologisch, allerdings stehen oft mehrere Wochen oder Monate zwischen den Kapiteln, was an sich kein Problem ist, auch wenn einen manchmal schon interessieren würde, was in der Zeitspanne eigentlich noch so passiert ist.

Emotional betrachtet ist das Buch absolut tränengefährdet. Die Schicksalsschläge, die Cass im Laufe der Zeit ereilen, lassen sowohl Tränen der Freude und Erleichterung zu, häufiger jedoch sind Tränen des Mitleids und der Trauer. In ihrem bisher so kurzen Leben hat sie so viel erleben müssen und mit ihrer Lähmung wird es nicht besser, nein es wird schlimmer. Freunde, die einen im Stich lassen und einem das Leben schwer machen. Ein Pferd, das sie nie wieder reiten soll. Ein bester Freund, der in einer Wolke von Selbstmitleid, Melancholie und Pessimismus ertrinkt. Das Buch nimmt einige Wendungen, die man nicht erwartet und die einen in eine Art kleinen Schockzustand versetzen. Aber das macht das Buch aus: die unwiderruflichen Emotionen, die in einem selbst ausgelöst werden und die Geschichte real erscheinen lassen.

Ein wunderschönes, wenn auch trauriges Buch über eine Querschnittsgelähmte und ihr “neues” Leben mit allen Vor- und Nachteilen. Wer auf hochgradig emotionale Bücher steht und gern auch mal ein Trnchen beim Lesen verdrückt ist hier sowas von richtig.

Warum auch immer ich bisher keine Rezension zu dem Buch geschrieben habe. Schon seit einer Weile hab ichs inzwischen fertig gelesen und die beiden Bücher wieder an meine Schwester abgegeben, der sie ja ursprünglich gehören.

Ja, es handelt sich um das zweite Buch der Autorin Chevy Stevens. Schon vorher wusste ich ungefähr, um was es in dem Buch “Never Knowing” gehen musste, schließlich hab ich eine Leseprobe davon zu Hause gehabt und diese natürlich auch gelesen. Auch ein Grund, warum meine Schwester sich die Bücher gekauft hat: sie hatte die Leseprobe auch gelesen.

Sara ist adoptiert. Schon immer hat sie interessiert, wer denn ihre leiblichen Eltern wären und macht sich endlich doch noch auf die Suche nach ihnen, doch was sie erfährt stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie wird Lockvogel für einen lang gesuchen Serienmörder, der ihr Vater ist. Tägliche Anrufe und Angst werden erneut Teil ihres Alltags. Bis ihre Tochter entführt wird und sie auf eigene Faust loszieht, um sie zu befreien.

Als ich angefangen habe, dieses Buch zu lesen, dachte ich mir erst: Och nööö. Die Art und Weise des Schreibens ist dem anderen Buch angeglichen. Wieder handelt es sich um Therapiestunden, nur mit dem Unterschied, dass Sara und ihre Therapeutin sich schon lange kennen, da sie schon länger bei ihr in Behandlung war. Das erkennt man auch an der vertrauten Umgangsweise zwischen ihnen. Sara ist sehr offen und direkt, erzäht ihr alles en detail. Und meine anfängliche Abneigung gegen den Schreibstil ist dadurch recht schnell verschwunden. Man hat nicht das Gefühl, dass in Sitzungen erzählt wird. Einige kleine Merkmale wie Tipps der Therapeutin, die angesprochen werden, oder die direkte Anrede eben jener, zeigen zwar immer wieder, dass es sich um solche handelt, aber ansonsten empfindet man es mehr als erzählte Geschichte.

Die Geschichte selbst ist meiner Meinung nach interessanter als die ihres ersten Buches. Die Emotionen kommen mehr durch, was aber wahrscheinlich einfach an den unterschiedlichen Persönlichkeiten liegt: während Sara aufbrausend und emotional ist, war Annie eben eher emotionslos, abgestumpft. Das Ende bietet eine besondere Überraschung, mit der zumindest ich mal überhaupt nicht gerechnet hatte. Man kann also sagen, dass die Spannung bis zum Ende durchgängig aufrecht erhalten wird und durch neue Ereignisse immer wieder neuer Schwung in die Geschichte kommt. Sie wird nie langweilig.

Never Knowing – ein aufregender, psychisch hochgradig angesiedelter Thriller, bei dem man die Probleme eines Adoptivkindes mit den leiblichen, aber auch den Adoptiveltern wunderbar aufgezeigt bekommt. Bei dem die Polizei nicht immer dein Freund ist. Und den man beinahe nicht weglegen kann. Also meiner Meinung nach absolut empfehlenswert und in jedem Fall besser als sein Vorgänger.

 Ausnahmsweise habe ich es mal wieder geschafft ein Buch zu lesen, nachdem ich die letzte Zeit irgendwie verdächtig oft in der S-Bahn sitze und nichts zu tun habe (Memo an mich selbst – MP3-Player aufladen).

Weil meine Schwester mir die beiden Bücher von Chevy Stevens ausgeliehen hat, habe ich einfach mal mit “Still Missing” angefangen – einfach nur, weil ich von dem anderen eine Leseprobe gelesen hab und mir das für zum Schluss aufheben wollte. Und weil es das erste Buch war, das sie geschrieben hat.

Annie ist Immobilienmaklerin und wird bei einer Open-House-Besichtigung entführt und verschleppt. Eine sehr lange Zeit muss sie unter der Kontrolle eines Verrückten leben, Strafen und Belohnungen erdulden und die einzige Hoffnung ihres Lebens in einer kleinen, fluchtsicheren Hütte verlässt sie viel zu früh. Bis ihr doch noch die Flucht gelingt.

Bei diesem Buch hatte ich das gleiche Problem wie bei Keri Arthurs Roman. Der Anfang war nicht berauschend. Anfangs war es wirklich nicht schwierig, das Buch zur Seite zu legen. Doch je weiter die Geschichte reicht und je weiter man wirklich in sie hineingezogen wird, umso spannender wird es. Am Ende hätte ich Chevy Stevens umbringen können, dass sie an dieser Stelle aufgehört hat, aber irgendwann muss es eben immer ein Ende geben. Trotz allem hat es mich nicht 100prozentig vom Hocker gehauen, auch wenn das Ende noch einiges rausgerissen hat.
Man muss sich etwas an die Art und Weise des Thrillers gewöhnen. Das Buch ist in “Sitzungen” verfasst. Annie besucht ihre Therapeutin und diese Sitzungen werden hier beschrieben aus der Sicht der entführten Protagonistin. Man weiß lediglich was sie denkt, fühlt und sagt. Man bekommt während dem Lesen das Gefühl, dass sie Vertrauen zu ihrer Psychologin entwickelt, wo sie eigentlich nie eine wollte und ihr immer mehr, immer detaillierter und immer anschaulicher erzählt. So wird auch die Erzählung immer anschaulicher und die Sitzungen werden in immer mehr Seitenzahlen verfasst, werden länger. Gegen Ende hat man weniger das Gefühl, dass sie sich in einer ihrer Sitzungen befindet, es macht schon eher den Eindruck einer wirklichen “Geschichte” (wenn es so was wie wirkliche und unwirkliche Geschichten gibt). Es wirkt einfach mehr wie eine Erzählung und weniger als Monolog bei einer Sitzung.

Alles in allem also ein Buch, das man meiner Meinung nach nicht unbedingt gelesen haben muss. Es ist nicht schlecht, es hat gute Stellen, aber es ist am Anfang doch sehr zögerlich. Wenn das die Absicht war, was man an sich schon rein interpretieren kann (siehe oben), dann ist es wahrscheinlich einfach nicht mein Stil. Also. Kein schlechtes Buch, aber nicht ganz mein Fall. Umso spannender bleibt für mich das zweite Buch von ihr. Da bin ich mal gespannt.

bookrix

Bookrix – ein Portal für Schreiberlinge in jeglicher Form, egal ob Ratgeber, Kurzgeschichte, Gedicht oder Roman. 


Nachdem meine Schwester dort veröffentlicht und ich in einer Studentenzeitschrift darüber gelesen habe, habe ich heute spontan beschlossen, dass ich meine zukünftigen Texte, Kurzgeschichten und größere Schreibwerke dorthin verlagern werde. Ich denke, dort sind sie besser aufgehoben als in diesem Blog (der trotzdem weiter in dieser Form bestehen bleiben wird). Möglicherweise wird das an der Aktivität von 100proleben nagen, aber ich gebe mir Mühe. Und ich werde versuchen, in der nächsten Zeit ein wenig an dem Bestehen zu feilen und zu arbeiten, damit er nicht vollkommen im Nichts verschwindet.

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